Botswana - Draußen im Busch übernachten und Wildtiere hautnah erleben

3 private Eco Lodges mit Wasserstelle auf 1.600 Hektar unberührtem Land

Interview mit Caroline - die Eigentümerin wurde und damit ihren Lebenstraum verwirklichte

Wann hast Du gespürt, dass Botswana mehr als nur eine Reise für Dich ist?

Eigentlich hatte ich Botswana anfangs gar nicht auf dem Afrika-Radar. Meine erste Safari führte mich gemeinsam mit meinen Eltern nach Südafrika – und dort packte mich das „Buschfieber“. Am Lagerfeuer sprach ich ausführlich mit unserem Guide über seinen Beruf und dachte: Was für ein Leben!
 Damals war ich 20 Jahre, hatte gerade das Abi in der Tasche und plötzlich einen echten Lebenstraum: einmal selbst ein Zuhause im Busch zu haben, das ich mit Gästen teilen kann. Diese unvergleichliche Tierwelt und die beidruckende Kraft der Natur – das wollte ich selbst erleben und es anderen ermöglichen.



Zurück in Deutschland folgte erst einmal der klassische Weg: Ausbildung, Studium, Job. Der Traum rückte in den Hintergrund. Doch Jahre später, nach einer inspirierenden Zeit auf dem Jakobsweg mit meinem Hund, kam er zurück. Ein Buch von Gesa Neitzel („Frühstück mit Elefanten“) gab den Anstoß: Wenn sie das kann, kann ich das auch!


Wenig später reiste ich ins Okavango-Delta und absolvierte dort eine Safari-Guide-Ausbildung. Ich lernte nicht nur über Tiere und Natur, sondern verstand auch, wie eng alles miteinander verknüpft ist. 

Nach der Ausbildung wollte ich eigentlich direkt vor Ort arbeiten – doch als Europäerin war es schwierig, eine Anstellung zu finden. Also reifte der Entschluss, in Botswana selbst etwas aufzubauen. Durch Zufall traf ich auf ein Ehepaar, das einen Partner suchte, um ihr Bush-Lodges-Konzept zu erweitern.

Nach unserem ersten Treffen stand fest: Das ist es! 

Gemeinsam entwickelten wir die dritte private Lodge mitten im Busch, mit Terrasse und Blick auf das Wasserloch. Die Elefanten kommen regelmäßig zum Trinken direkt ans Haus. Durch gezieltes Management – u.a. das Bepumpen des Wasserlochs in der Trockenzeit – wird die Natur sanft regeneriert und bietet Lebensraum für zahlreiche Wildtiere.

 Mit dem Rückhalt meiner Familie starteten wir unser gemeinsames Projekt. Heute betreiben wir drei Lodges, die wir während der Pandemie fertigstellten. Und nun darf ich meinen Gästen das Erlebnis schenken, das mich damals selbst so verzaubert hat: Stundenlang Tiere beobachten, inmitten unberührter Wildnis – ganz privat.

Was fasziniert Dich am meisten an Botswana?


Botswana ist voller spektakulärer Wildnis – rund 70% des Landes sind Schutzgebiete. Die Gegensätze zwischen Okavango-Delta, Kalahari und Makgadikgadi Salzpfannen sind atemberaubend.
 Dazu kommt die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen, die das Land für mich zu einem ganz besonderen Ort machen.

Wann ist die beste Reisezeit?


Natürlich gelten die Trockenmonate (Mai bis Dezember) als klassische Safari-Zeit – bei uns sind dann besonders viele Elefantenbullen unterwegs und auch Raubkatzen lassen sich häufiger blicken.

 Aber ich liebe auch die „Green Season“ von Januar bis März: Alles blüht auf, die Natur wird lebendig, Elefantenkühe mit Jungtieren kehren zurück, und man erlebt eine ganz eigene Atmosphäre. Unsere Lodges bieten das ganze Jahr über beste Tierbeobachtung direkt am Wasserloch.


Was erwartet die Gäste in Euren privaten Lodges?


Absolute Privatsphäre: Unsere Gäste haben ein ganzes Haus für sich allein – ohne störende Nachbarn.
Nur auf Wunsch kommen Mitarbeiter für Housekeeping oder um Mahlzeiten zuzubereiten. 
Die Natur beginnt direkt vor der Terrasse: Elefanten, Antilopen, Vögel – alles lässt sich entspannt vom Sofa aus beobachten.

 Wir sind kein klassisches Big-Five-Reservat, sondern ideal für Safari-Reisende, die Natur in ihrer Ursprünglichkeit erleben möchten. Besonders geeignet ist unser Hideaway auch für Selbstfahrer auf dem Weg von und nach Namibia.

 Wer mag, kann sich komplett selbst versorgen – Küchen sind voll ausgestattet. Alternativ bieten wir auch Private Chef-Service an.

Welche Aktivitäten bietet Ihr an?

- Naturwanderungen mit San-Guides, die viel Wissen über Pflanzen, Tiere und die Kultur vermitteln
- Bush Dinner & Drive: eine Pirschfahrt mit anschließendem Dinner unter dem Sternenhimmel
- Spa-Behandlungen direkt auf dem privaten Deck
- Helikopterflüge über das Okavango-Delta

Welche Ausflugstipps hast Du für Botswana-Reisende?

Unsere Lodges liegen ideal für einen Abstecher ins Panhandle des Okavango Deltas – hier warten Hippos, Wasservögel und Mokoro-Ausflüge (traditionelle Kanus).

 Im Norden befinden sich die Tsodilo Hills, eine spirituelle Stätte mit jahrtausendealten Felszeichnungen der San. Richtung Südwesten lockt die Kalahari mit ihrer einzigartigen Landschaft.



Mein ganz persönliches Highlight:
Übernachten unter freiem Himmel in den Makgadikgadi-Salzpfannen. Tagsüber kann man Erdmännchen-Kolonien beobachten – nachts funkelt die Milchstraße zum Greifen nah.

Wie läuft die Buchung ab?

Ich kümmere mich persönlich um jede Buchung, unterstützt von meiner Assistentin in Maun. Wer Fragen hat oder Tipps für die weitere Reise sucht, erreicht mich direkt. Ich bin regelmäßig selbst vor Ort.

Welches Feedback bekommt Ihr von den Gästen?

Unser Konzept trifft den Nerv vieler Reisender: Ein ganzes Haus mitten im Busch, vollkommene Ruhe und beeindruckende Tierbeobachtungen direkt von der Terrasse aus. 
Unsere Gäste kommen zur Ruhe, genießen die besondere Nähe zur Natur – und viele geben „unseren“ Elefanten sogar eigene Namen. Es sind unvergessliche Erlebnisse, die sie mit nach Hause nehmen.