Kuba - individuelle Rundreisen durch ein Land voller Kontraste

Interview mit der Schweizer Auswanderin und Unternehmerin Andrea

Hallo Andrea, wie kam es dazu, dass Du in Kuba Deine neue Wahlheimat gefunden hast und eine erfolgreiche Unternehmerin geworden bist?

Ich bin ursprünglich aus der Schweiz und habe im Jahr 2008 bei einer Schweizer Firma auf Kuba angefangen zu arbeiten. Kuba hat mich vom ersten Moment an mit seiner Energie, Wärme und Authentizität fasziniert. Was als längerer Aufenthalt begann, wurde schnell zu einer unternehmerischen Reise.
Mit meiner Erfahrung im Tourismusmanagement, einer großen Portion Neugier und einem Faible für das Organisieren außergewöhnlicher Erlebnisse gründete ich zunächst eine Destination Management Company für maßgeschneiderte Kuba-Reisen. Später folgte eine Eco-Lodge auf dem Land für Retreats und bewussten Tourismus.
Die Herausforderungen? Viele! Logistik, Bürokratie, Stromausfälle, Improvisationstalent – aber genau das macht das Leben und Arbeiten in Kuba auch so besonders. Heute arbeite ich mit einem wunderbaren lokalen Team und freue mich, Gästen die Vielfalt dieses Landes zu zeigen – abseits der Klischees.

Was fasziniert Dich am meisten an Kuba?
Kuba ist ein Land der Kontraste: koloniale Städte, unberührte Natur, musikalische Straßen, entschleunigter Alltag – hier spürt man das Leben noch unmittelbar.
 
Wann ist die beste Reisezeit?
Die angenehmste Reisezeit ist zwischen November und April – dann ist Trockenzeit, die Temperaturen sind warm, aber nicht zu heiß, und die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Im Sommer ab Mai bis Oktober kann es Hurricanes haben.
Man kann aber das ganze Jahr über reisen – jede Saison hat ihren eigenen Reiz.

Was sind Deine persönlichen Highlights, die Du jedem Reisenden empfehlen würdest?

- Einen geführten Stadtrundgang durch Havanna: als Orientierung und mit einem bunten Oldtimer.
- Eine E-Bike-Tour in Havanna: Abseits der Touristenpfade durch unbekannte Viertel Havannas – mit echten Alltagseinblicken und Begegnungen
- Einen Salsa-Workshop in Havanna: in einer lebendigen Tanzschule mit lokalen Profis die Basics lernen oder vertiefen – pure Lebensfreude!
- Den Sonnenaufgang am Viñales-Tal: einzigartige Landschaften, Tabakfelder und eine unvergessliche Aussicht.
- Yoga & Paddleboard auf dem See:  Entschleunigung, Natur und Bewegung – ein Retreat für Körper und Geist.
- Einen Katamaran-Segeltörn im Archipel „Canarreos“: Inselhopping auf dem türkisblauen Meer – sogar für Nicht-Segler geeignet.
- Die Kolonialstadt Trinidad
- Die Berge und Landschaften der Sierra Escambray mit tropischen Wäldern, Wasserfällen, mystischem Nebel – eine intensive Naturerfahrung

Welche Tipps hast Du für Individualtouristen hinsichtlich der Versorgungssituation im Land?  

Lasst Euch nicht einschüchtern von den Medien! Die Versorgungslage ist genau so kontrovers wie das Land selbst! Für Leute mit dem nötigen Kleingeld (und dazu gehören alle Touristen) gibt es mehr denn je. Es gibt allenfalls nicht eine extrem vielfältige Auswahl und wenn man auf spezielle Diäten angewiesen ist, sollte man das vorher abklären und sich organisieren.


 

Mit Deinen beiden Unternehmen bietest Du alles aus einer Hand: Stadttouren in Havanna, viele Aktivitäten, Retreats, Rundreisen und eine Eco-Lodge mit Gästezimmern an. Kannst Du uns ein Beispiel-Paket für einen 14-tägigen Erlebnisurlaub in Kuba skizzieren?

Ja, sehr gern. Ein Vorschlag wäre:

Tag 1–3: Havanna – Stadtführung, Oldtimerfahrt, lokale Künstler treffen
Tag 4–5: Viñales – Wanderung, Tabakfarm, Dorfleben
Tag 6–9: Eco Lodge – Natur, Yoga, Ausflug zum Strand, Community-Experience
Tag 10–12: Zentralkuba – Kolonialstadt Trinidad oder Wanderung in die Sierra Escambray
Tag 13–14: Zurück nach Havanna mit kulinarischem Abschlussabend

Alles mit persönlicher Betreuung, lokalem Team, nachhaltigem Fokus – und natürlich mit Wohlfühlfaktor! Man kann auch die Tage 4-9 etwas kürzen und dafür noch einen Aufenthalt am Strand einbauen.
 

Sind Eure Angebote deutschsprachig begleitet?

Ja, wir bieten viele unserer Programme auf Deutsch, Englisch und Spanisch an – je nach Wunsch. Gerade für deutschsprachige Gäste ist es oft ein großes Plus, komplexe Themen wie die Geschichte Kubas oder kulturelle Hintergründe in ihrer Muttersprache erklärt zu bekommen.

 
Welches Feedback geben Euch Gäste nach ihrer Reise?
Was nehmen sie mit nach Hause?

Viele sind tief berührt von der Herzlichkeit der Menschen, der Vielfalt des Landes und den echten Einblicken abseits der Touristenströme.
Kommentare wie „Die Reise hat mir die Augen geöffnet“, „Ich habe Kuba wirklich gespürt“ oder „Es war keine Reise, es war ein Erlebnis“ hören wir oft.
 Und viele sagen: „Wir kommen wieder!
 
 

Vielen Dank für das interessante Interview, Andrea!