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Abfahrt zur Dschungellodge
Im kleinen Hafen, boten Einheimische ihre Waren pfeil. Wir erfrischten uns mit Kokosnüssen. Wir verteilten uns und unser Gepäck auf mehrere Boote. 3,5 h Fahrt lagen vor uns.
Die Stimmung in unserer Gruppe war unterhaltsam. Eine bunte Mischung was Alter, Berufe und Herkunft betraf. Unser Guide kam aus Deutschland, er lebte schon Jahrzehnte in Venuzuela und kannte das Orinoco Delta wie seine Westentasche.
Die Fahrt war beeindruckend. Immer tiefer fuhren wir hinein in die Abgeschiedenheit, weg von der Zivilisation, hinein in eine andere Welt. Unterwegs begegneten wir den ersten Indios in ihren leichten Booten. Links und rechts nur Dschungel. Wie ein Vorhang, der eine geheimnisvolle Welt verbarg. Tukane, Papagaien und andere Vogelschwärme flogen auf bei dem tosenden Geräusch unserer schnellen, lauten, mit 75 PS starken Motoren angetriebenen Booten. Dann endlich sahen wir am Horizont die Orinoco-Logde - ganz aus Holz in den Urwald gebaut. Ein spanender erwartungsvoller Moment.
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Die Orinoco Logde
Auf dem großen Anlegesteg erwarteten uns bereits die Guides. Außerdem ein handzahmer Fischotter, der auf den Namen Fihu hörte und sich sichtlich über unsere Ankunft freute. Das Herz aller eroberte jedoch sofort ein geflecker Panta namens PANTERA, das Ziehkind der Lodge-Hündin Tera. Pantera war erst 5 Monate alt und verspeilt wie eine kleine Katze, ihre Kräfte waren jedoch nicht zu unterschätzen, drum war sie angeleint. Wir mussten einfach mit ihr rumbalgen, kleine blutige Kratzer waren der Preis, den wir gern in Kauf nahmen. Vor dem Abendessen in der Lodgia unternahmen wir noch ein Erfrischungsbad im Orinoco. Es regnete in Strömen, aber das machte uns nichts aus, die Luft war warm. Unbemerkt war auch Fihu der freilebende Fischotter uns zum Baden gefolgt und tauchte immer wieder zwischen uns auf und genoss das Spiel mit uns Neuankömmlingen. In seinem Element Wasser glitt er uns davon und kam freudig wieder, ein Spaß, denn wohl alle lange in Erinnerung behalten werden. Das anschließende Abendessen in der Lodge war ausgezeichnet, an riesigen Tischen aus Baumstämmen ließen wir es uns schmecken, tranken gemeinsam Wein und erzählten uns Geschichten, bis die Müdigkeit uns einholte.
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