 |
 |
Warschau
Wenn man mit dem Zug nach ca. 6 Stunden von Berlin aus in Warszawa Centralna, dem Hauptbahnhof, ankommt, kriegt man sofort eine volle Ladung polnischer Kultur ab. Der Bahnhof befindet sich unter der Erde und ist ein Labyrinth aus engen und niedrigen Ladenstraßen. Wenn man dann ans Licht kommt, wird man von den Gebäuden fast erschlagen. Vor allem der Kulturpalast, ein Geschenk russisch-sozialistier Bauweise, dominiert das Stadtbild. Einst das höchste Gebäude der polnischen Hauptstadt, wird es durch viele moderne Bauten überragt. Das Stadtbild ist geprägt durch eine Mischung aus sozialistischen Bauten, vor allem riesige Wohnblöcke, breite Straßen, moderne Stahl-Glas-Konstruktionen und vielen Reklametafeln von internationalen Großunternehmen. Im krassen Gegensatz dazu steht die kleine aber feine Altstadt von Warschau. Die wurde im 2. Weltkrieg komplett zerstört und danach wieder komplett aufgebaut. Hätte mir meine Freundin, die aus Warschau kommt, nicht gesagt, dass alle Gebäude in bester Kleinarbeit wieder aufgebaut und dekoriert wurden, ich hätte nicht gedacht, das die Altstadt jemals dem Boden gleich war. Es ist bewundernswert, mit welcher Genauigkeit die polnischen Künstler - die statt Lohn für Vaterland und Ehre arbeiteten - die Häuser wieder so verziert haben, wie sie einst aussahen.
Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es zahlreiche, abgesehen von einem breiten Angebot an Shoppingcentern, Kinos und Theatern, ist die Kneipen- und Clubszene sehr lohnenswert. Ca 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt, befindet sich die Kneipe Lemon. Einmal drinnen, könnte man in einem modernen Café in Paris, Berlin oder sonstwo sein. Ein breitgefächertes Angebot an Snacks und Mahlzeiten sowie Drinks - alkoholisch und nicht alkoholisch, dazu nette Bedienung und nette Kundschaft.
Warschau ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man eine aufstrebende im Wandel begriffene Großstadt kennenlernen will.
|
 |
 |
 |
Krakau
Krakau ist eine ganz tolle Stadt! Obwohl ich nicht mal zwei tage dort war, bin ich total begeistert. Wenn man davon ausgeht, dass Krakauer Warschauer nicht leiden können, weil Krakau einst Polens Hauptstadt war, kann ich die ja fast ein bisschen verstehen - zumindest was den städtischen Charme angeht. Krakaus Altstadt ist relativ groß und hat viel an Geschäften, Restaurants und Kirchen zu bieten. Aber auch eine kleine Wanderung außerhalb des Altstadtrings - durch Grünanlagen gekennzeichnet - ist seine Zeit Wert. Hohe Arbeiterhäuser, erbaut zu Beginn des 20Jh, teilweise modernisiert, häufig aber auch nicht. Dennoch sehr schön. Wer gern mal vegetarische essen geht, für den habe ich einen Tipp: das Vega in der Ulica Krupnicza 22. Das Vega ist aber nicht nur für Studenten und Alternative da, sondern bietet etwas für jeden, aber eben ohne fleisch :)
Wie schon erwähnt, gibt es sehr viele Kirchen, allerdings war ich zufällig in Krakau, als der Papst gestorben ist, deshalb kann ich nicht einmal sagen, welche besonders schön sind. Aber ich kann sagen, dass die Polen wirklich sehr katholisch sind und vor allem auch viele junge Polen...
Ein weiterer kleiner Tipp: das jüdischen Viertel - nicht das modernste, aber ich hatte den Eindruck, dass dort eine Menge passiert, was die junge Szene angeht.
|
 |
 |
|
 |
|