travel-friends.com - Die Reise Community tauchen seychellen.jpg tauchen seychellen.jpg tauchen seychellen.jpg tauchen seychellen.jpg
Reisziele bei travel-friends.com

27.01.2006

Kirschblüte in Japan

Kontinent

Asien

Land

Japan

Reisezeit

März 2005 bis April 2005

Route

Berlin-Fra-Tokio

Kirschblüte in Tokio
Hier einfach mal ein paar Photos der letzten Kirschblüte in Tokio. Bedingt durch die Witterung - es war lange Zeit unverhältnismässig kalt gewesen und wurde dann schlagartig warm - blühten die ca. ein Dutzend verschiedenen Sorten alle gleichzeitig: Eine absolute Sensation, die dann auch entsprechend gewürdigt wurde.Die Kirschblüte ist in Japan ohnehin ein absolutes Highlight und die Medien berichten täglich darüber. Besonders umtriebig sind die mit den Kirschblüten befassten Behörden in Tokio. Im Yasukuni-Schrein stehen mehrere offizielle Maßstabsbäume, deren Knospen von Heerscharen von Biologen, Gärtnern und Meteorologen beobachtet und täglich gewogen und vermessen werden. Vom Ergebnis dieser Messungen hängt es ab, ob auf den Anzeigetafeln der Parks zum Beispiel "Sambuzaki" vermeldet wird, eine 30-Prozent-Öffnung der Blüten, oder "Mankei" - volle Blüte.
Ist die erreicht, steht Tokio Kopf. Millionen Hauptstädter stürmen dann die wenigen Grünanlagen von Tokio zum Hana-mi, zum Blütenschauen. Man hat Mühe, besonders an Wochenenden, die Kirschbäume im Menschenwald auszumachen. Unter jedem Baum sitzen sie dann, meist im Schneidersitz: Familien, Freunde, Kollegen, auf Picknickdecken, Pappen oder Plastikdecken.
Obwohl ich mich bewusst gegen den Ueno-Park, den mit Abstand berühmtesten in Tokio, entschieden hatte, und mir das Ganze im Korakuen angesehen habe, waren die Menschenmassen nur durch die in Japan vorbildliche Disziplin und Ordnung in geregelten Bahnen zu halten. Bereits am Ausgang des ca. einen Kilometer vom Eingang entfernten Bahnhofs wurde man mit lautstarken Durchsagen und tatkräftigen Polizisten zum Park geleitet. Dank ca. 20 geöffneter Schalter sowie ebensovielen Automaten konnte dann auch das Entrichten des Eintrittspreises relativ schnell erledigt werden.
Im Park selbst verliefen sich die Massen dann doch ein wenig. Angenehm fiel dann doch auf, dass hier - im Gegensatz zum Ueno-Park - striktes Alkoholverbot galt, was aber den einen oder anderen nicht ganz so angepassten Einheimischen nicht vom Mitbringen einer dezent verpackten Weinflasche abhalten konnte. (Wer die Trinkgewohnheiten der Japaner kennt, weiß wie das ausarten kann..)
Ansonsten wird gepicknickt, und fotografiert was die Linse hergibt. Hier sind vor allem auch die Alten aktiv, mit erstklassiger Ausrüstung, langen Teles und Stativ harren sie stundenlang aus, die Hände in Baumwollhandschuhen, um ja keine Flecken auf die Linse zu bekommen. Der Mundschutz wird übrigens weniger zum eigenen Schutz als vielmehr aus Rücksichtnahme auf die Mitbevölkerung getragen - wer erkältet ist, legt ihn an, um niemanden anzustecken.
Leider ist die Blütenpracht, besonders bei warmem Wetter, nur von kurzer Dauer. Ein Windstoss, es schneit Blütenblätter und alles ist wie mit rosafarbenem Schnee bedeckt.
Am Ausgang dann wieder die Realität; 5 Männer in Arbeitskleidung halten dem Besucher verschiedene Müllsäcke hin, Mülltrennung unter Aufsicht....

cellofreak

 

 

 
 

Blütenmeer

 
 

..er photografiert....

 
 

....sie auch....

 
 

..zum Beispiel das....

 
 

...oder das...

 
 

...oder auch das.....

 
 

Spaß auf der Brücke trotz Gedränge

 
 

bißchen voll ist es schon.....

 
 

...aber traumhaft schön....

 
 

..der heimliche Trinker....

 
 

...und die Folgen....