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Aufstieg zum Stromboli
Am nächsten Morgen galt der erste Blick an Deck unserem Star- dem Stromboli, den wir am Abend entdecken werden.
Nach dem Frühstück gab uns die Crew noch einige Infos für den Tag und für unsere kleine Tourausrüstung.
Wir fuhren nah an den Hafen von San Vincenco und Rony stetzte uns mit dem Schlauchbot über. Der Tag gehörte uns und so erkundeten wir die Insel.
Gegen 17.30 Uhr trafen wir uns an der Guidestation MAGMATREK wieder. Um 18 Uhr ging es los. Wir waren eine bunte Truppe verschiedenster Nationalitäten. Unser Guide war Lorenzo Russo - eigentlich promovierter Biologie, aus Mailand stammend, aber seit vielen Jahren auf der Insel, die er inzwischen wie seine Westentasche kennt. Es begann ganz harmlos, dann stieg der Pfad an und wurde unwegig, ab und zu kam bereits die eine oder andere helfende Hand entgegen, später ging es teilweise nur auf "allen Vieren" weiter. Höher, immer höher stiegen wir, der Ausblick war herrlich. Wir sahen seitlich die Aschebahn, die bis ins Meer hinunter lief. Unten im Meer vor der Insel lagen ca. 20 Schiffe unterschiedlicher Art und Größe - sie waren für uns nur Punkte. Wir sahen die kleinen Blitzlichter Ihrer Fotokameras. Es wurde immer dunkler. Nach 2,5 Stunden erreichten wir den ersten Haltepunkt. Alle waren naß geschwitzt- wir hatten auf Anraten Wechselsachen dabei. Ohne Sonne war es kühl und in dieser Höhe ging ein frischer Wind. Mit Taschenlampen suchten wir uns auf einem kleinen schmalen Plateau einen Platz zum Setzen. Es war dunkle Nacht, alle murmelten in ihrer Sprache, die Lichter der Lampen zeigten noch Bewegungen. Keiner von uns wußte, was jetzt kommt, wir konnten nichts sehen. Wir saßen, ruhten etwas aus und waren gespannt. Plötzlich gab es eine ohrenbetäubende Eruption ganz nah und ein kleines Feuerwerk erhellte die Nacht. Wir waren beeindruckt! Da waren sie also die Feuerschlunde. Vor und etwas über uns in der Dunkelheit. Es war wirklich spannend.
Während wir noch völlig gebannt saßen und unseren ersten "Vulkanausbruch" bewunderten, ging der Trekk langsam weiter, noch höher, einen ziemlich steilen frei liegenden Weg, bei nur punktueller Sicht durch Taschenlampen. Wir schlossen uns an bis auf 920 m Höhe. Nach insgesamt 3 Stunden Aufstieg war das Ziel erreicht. Ein Plateau über den Kratern. Von hier aus konnte man direkt in die rot gelb glühende und dickflüssig brodelnde Lava hinuntersehen. Es war einmalig! Halbstündlich gab es neue Eruptionen, wir verfolgten, wie sich jeweils dannach alles entspannte, und sich langsam der Druck wieder aufbaute. Alle versuchten im richtigen Moment auf den Auslöser ihrer Kamera zu drücken. Es war nicht so einfach, was Zeitpunkt und Belichtung betrifft. Trotzdem hier unser Versuch :-).
Wir blieben ca. 45 min und hatten 3 mal Feuerwerk aus zwei Kratern.
Dann mußten wir den Rückweg antreten.
Der steile und staubige aber sanfte Abstieg über die nördliche Aschebahn dauerte 2 Stunden.
Im Hafen holte uns Rony mit dem Schlauchboot heim....
Es war wirklich ein nachhaltiges Urlaubserlebnis.
Jetzt, da ich hier so schreibe, könnt ich gleich wieder hinauf steigen.
yin :-)
Den Segeltörn könnt Ihr übrigens jederzeit buchen. Im Verzeichnis Activpoints findet Ihr die website der Florette.
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