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24.02.2005

Segeltörn SY Albatros ab Bali

Kontinent

Asien

Land

Indonesien

Reisezeit

Dezember 2003 bis Dezember 2003

Route

Bali -Gili Nangun - Gili Air - Lombok - Lembongan

Die Crew/ das Schiff
Wir wollten Weihnachten ´03 nicht zu Hause sein und sind in die Sonne geflohen, weg von allen Ritualen zu Haus.
So waren wir zu Gast bei den deutschen Skippern Toni und Roland, die seit 1997 gemeinsam um die Welt segeln. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Segeltörn in der Türkei. Heute verbinden sie schon 60.000 Seemeilen.
Dede, Ali und Dewi gehören zur Crew und kommen von Bali und Lombok.
Die Segelyacht Albatros ist eine für den Charterbetrieb gebaute Hochseeyacht. Roland hat sie selbst entworfen und all seine langjährige Erfahrung eingebracht, denn von Fertigprodukten hatte er genug. So waren wir selbst im großen Seeunwetter (als Vorläufer des Erdbebens eine Woche später) auf hoher See in Sicherheit. Die Segelyacht ist aus Aluminium, 23 m lang und mit modernster Technik ausgestattet.

Gilis, Schnorcheln, BBQ, Lagerfeuer
Wir fuhren am ersten Tag von unserem kleinen Hafen in Richtung Gili Nangun. Wir konnten unterwegs schnorcheln und das erste mal das kristallklare warme Wasser genießen. Ich hatte noch nie einen blauen Seestern gesehen. Am frühen Abend erreichten wir Gili Nangun. Während wir Passagiere einen Spaziergang durch die klene Siedlung machten würde uns ein romantisches BBQ vorbereitet. Das Hightlight war der Tunfisch, den Roland unterwegs an die Angel bekam. Den krönenden Abschluß fand unser erster Tag mit einem mustergültigen Sunset der vom Knistern unseres Lagerfeuers akustisch untermalt war. Irgendwann nach vielen Geschichten und Eindrücken gingen wir zufrieden in die Kojen. Ein traumhafter erster Tag.

Rundtour Lombok
Weiter ging es an der Küste von Lombok bis Gili Air. Hier blieben wir zwei Nächte. Wobei ein Tag für eine Ganztagsexkursion per Jeep auf Lombok genutzt wurde. Auf der 4.725 km² großen Insel leben 2,4 Millionen Menschen. Die Hauptstadt Mataram hat ungefähr 360.000 Einwohner. Lombok unterscheidet sich doch sehr von Bali. Roland und Toni haben eine sehr informative Tour für uns zusammen gestellt. Lombok ist noch viel ursprünglicher als Bali, der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen. - GUT SO! - Das Treiben auf den Strassen wird durch die Cidomos (einspännige Pferdewagen) geprägt. Alles scheint noch langsamer zu gehen. Jedes Dorf führt ein anderes Handwerk aus - so wird untereinander Handel betrieben und Tauschgeschäfte abgewickelt. Z.B. mit Korbmöbeln, Holzmöbeln oder Töpferwaren. Wir besuchten ein Töpferdorf. Dort wurden gerade in Handarbeit mehrere hundert Vasen für eine Hotelkette produziert. Der Brennofen war nicht mehr als eine Feuerstelle, die immer in Glut gehalten wurde. Erstaunlich! Es gab ein kleines Ladengeschäft, wo wir Souveniers kaufen konnten, kleine Mitbringsel über die wir uns heute noch freuen.
Toni war hier auf Lonmok wie zu Hause und so bekamen wir eine sehr interessante Führung. Ein original indonesisches Mittagessen in Strandnähe und der Besuch eines wirklich bunten Marktes, auf dem es scheinbar ALLES zu kaufen gab, rundeten diesen eindrucksvollen Tag ab.

Nusa Lembongan
Die letzte Station vor der Rückfahrt war Nusa (Insel) Lembongan - sie ist die kleinste der drei Schwesterinseln ostlich von Bali und die einzige der drei Inseln, die sich touristisch entwickelt hat. Die feinen weißen Sandstrände und das kristallklare Wasser locken neben Surfern auch Taucher und Traveller an, die ein wenig Erholung vom Trubel auf Bali suchen.
Wir ankerten der Insel vorgelagert - nicht weit eines beliebten Tauchspots. Dede gehört zur Crew und ist mit dem Meer vertraut als wäre er selbst ein Fisch. Er ermöglichte uns ein unvergesslich schönes Schnorchel- Erlebnis. Ich war so fasziniert von dieser farbenfrohen und fischreichen Unterwasserwelt, dass ich noch Stunden im Wasser verbringen wollte. Wir waren zu dritt im Wasser- die anderen chillten auf einer schwimmenden Taucherplattform, von der aus wir ins Wasser zum Schnorcheln gegangen waren. Es war einfach so wunderbar im tintenblauen Meer zu schweben, daß wir nicht von der Plattform aus mit dem Dingi zur Albatros zurück gefahren sind, sondern die ganze Strecke geschwommen sind. Unser Adrenalinpegel machte uns zu Langstreckenschwimmern.
Wieder ein einmaliger Tag!

Turbulente Rückfahrt
Unsere Rückfahrt war sehr turbulent. Wir kamen in ein außergewöhnliches Unwetter. Mitten in der Nacht gingen wir auf Heimatkurs. Roland wußte bereits, was auf uns zu kam. Obwohl das Küchenequipment tatsächlich mit jeder Welle lautstark die Lage wechselte und das Wasser bis über den Bullaugen aufragte - hatte ich Vertrauen ins Schiff und vorallem in Roland, der ein erfahrener Skipper auf den Weltmeeren ist. Es hieß durchhalten. Nach 3 Stunden war der Spuk überstanden. Vielleicht war es ein kleines Seebeben?

Abschied
Der fiel wirklich schwer und wir bewunderten Toni und Roland dafür, daß sie ihren Traum leben. Wir können allen Bali Fans, die auch gern segeln den Törn mit der Albatros nur empfehlen.

yin

 

 

 
 

Richtung Gili Nangun

 
 

Wind im Segel + Sonne pur

 
 

SY Albabtros

 
 

Gili Nangun

 
 

... den Tunfisch hatten wir tagsüber selbst gefangen

 
 

Überfahrt nach Lombok

 
 

die Affen kannten Toni schon

 
 

Reisspeicher

 
 

Töpfer Dorf

 
 

große Handarbeit

 
 

Der Brennofen

 
 

Indonesisches Mittagessen

 
 

Mit dem Jeep über die Insel

 
 

Markttreiben

 
 

Tauchstation

 
 

Bali sunset