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2005-2010
12.03.2006
china05
Individuelles Reisen in China
Kontinent
Asien
Land
China
Reisezeit
November 2005 bis Dezember 2005
Route
Beijing - Shanghai - Suzhou - Hangzhou - Kunming - Guilin - Yangshuo - Hongkong - Macao (Reisedauer 5 Wochen)
Reiseart Sich einer Gruppe anschliessen? Individuell? Hat man genügend Zeit und möchte auch jenes entdecken welches ein Reiseleiter üblicherweise seiner Gruppe nicht zumutet? Wenn reiseerfahren, kann ich persönlich die individuelle Reiseart in China nur empfehlen. Mein Partner und ich, 52, resp. 44 Jahre alt, haben uns für die unbequemere Art des individuellen Reisens entschieden. Und auch keinen Augenblick bereut. Die chinesische Bevölkerung ist um einiges freundlicher, aufgeschlossner und hilfsbereiter als ihr Ruf. Um abgelegene Örtlichkeiten zu besuchen schlossen wir uns tageweise einfach und kostengünstig einer chinesischen Reisegruppe an.
Sprache Keiner von uns beiden sprach Chinesisch. Wir behalfen uns mit Englisch, Fantasie und Gestik. Nützlich war auch das handliche Bilderwörterbuch „Point-it“.
China im Winter Wir hatten auf unserer Route Temperaturen von 0 bis 26°, waren froh um die mitgebrachte Thermounterwäsche und Mützen, aber auch um leichte Hosen und T-Shirts. In den fünf Wochen hatten wir gerade mal 3 Regentage, also viel Sonne und einige Male – dank eisiger Bise – sogar gute Sicht. Ein weiterer Vorteil im Winter in China zu reisen ist: Man findet ohne Probleme freie Plätze in Zug, Bus, Flugzeug und Hotel. Was ja offenbar in den Sommermonaten äusserst schwierig sein soll weil zusammen mit den ausländischen Touristen noch ein paar Millionen Chinesen unterwegs sind.
Mit Humor gesehen... China ist das Land der Raucher! Man(n) raucht überall und jederzeit. Auch dort wo’s verboten ist, den Rauchalarm auslöst und ein Zugabteil voller Schlafenden weckt. Ein Velo zu mieten ist einfach und kostengünstig, das Rumfahren damit anfangs ein bisschen weniger. Sobald man aber die nicht vorhandenen chinesischen Fahrregeln beherrscht, macht’s Spass. Ausserhalb der Zentren sind Strassennamen nur noch auf Chinesisch angeschrieben. Macht aber keinen Unterschied, die vor Ort gekauften Strassenkarten enthalten oft Strassen die sich wohl erst in Planung befinden. Für Frauen ist ein Besuch beim Coiffeur ausserhalb moderner Städte zu empfehlen. Ok, der überaus sorgfältige Haar-um-Haar-Schnitt strapaziert zwar das Hinterteil, da sehr zeitaufwendig. Dafür erhält frau beim Haarewaschen nicht nur die übliche Kopf- sondern gleich auch noch eine komplette Oberkörper-Klopfmassage dazu. Leider keine Fussmassage… Und das Ganze kostete keine 10 Euro! Da die Verständigung eventuell nur über Gestik möglich ist, Frisierwünsche besser einfach halten...
Ein paar ernsthafte Gedanken Die soziale Ungleichheit ist enorm. Ebenso die Gleichgültigkeit der Menschen der Umwelt gegenüber. Ich habe heute eine gewisse Hemmung, die chinesische Tierhaltung zu kritisieren nachdem ich sehen musste, in welch stickigen, käfigartigen Behausungen der wohl grössere Teil der Einheimischen selbst lebt. Die den Chinesen oft vorgeworfene Gleichgültigkeit Anderen gegenüber sehe ich heute mehr als ihren persönlichen Schutz gegen die enorme Menschenmasse. Ich verliess China mit grossem Respekt und Symphatie für die Bevölkerung. Und mit dem Gedanken im Hinterkopf, weitere Reisen in diesem eindrücklichen und widersprüchlichen Land zu unternehmen.
In der "Verbotenen Stadt" in Beijing
"Grosse Mauer" in der Nähe von Beijing
Mit dem Velo durch Beijing
Shanghai
Abendstimmung in Shanghai
Hangzhou
Kunming
Spieler im Park von Kunming
Guilin
Flussfahrt von Guilin nach Yangshuo
Velofahrt durch Yangshuo-Gegend 1
Velofahrt durch Yangshuo-Gegend 2
Velofahrt durch Yangshuo-Gegend 3
Velofahrt durch Yangshuo-Gegend 4
Velofahrt durch Yangshuo-Gegend 5