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Sydney und Umgebung
Ein Jahr hatte ich die Möglichkeit, in Liverpool, Sydney zu arbeiten. Die freie Zeit habe ich so weit es irgend ging für Reisen genutzt. Da es nicht möglich war, längere Zeit hintereinander frei zu bekommen, habe ich viele einzelne Touren unternommen, entweder mit meinem 25 Jahre alten Toyota Campervan oder ich habe mir ein relativ billiges Ticket für einen Inlandflug geholt.
Sydney ist eine beeindruckende Stadt, multikulturell, genügend Touristen, damit man sich nicht alleine fühlt.
Einen guten Überblick über Sydney bekommt man vom Sydney Tower, dem Fernsehturm am Center Point, man sollte versuchen, sich eine kostenlose Führung mit anzuhören. Durch die Einkaufsstraßen (zum Beispiel Georg Street, Pitt Street) ins Viktoria Building reinschauen und auf jeden Fall zum Paddy Market (nur am Wochenende) und nach „China Town“.
Wenn man am Circular Quay genug vom Opera House, der Harbour Bridge und The Rocks gesehen hat, kann man eine Fähre nach Manly nehmen, dort ein bisschen Zeit einplanen für den Strand und einen Spaziergang am Meer entlang, zum Beispiel nach Osten bis Shelly Beach.
Einen ganzen Tag kann man am Darling Harbour verbringen. Empfehlenswert ist neben den Museen auch das Outback Center. Eigentlich ein Souvenir Laden, aber zum einen sehr nette Sachen zum Kaufen, zum anderen wird dort tagsüber kostenlos in einer kleine Präsentation Didgeridoo gespielt und erklärt. Ebenfalls am Darling Harbour ist das sehenswerte Aquarium, in dem man in einer Röhre unter den Haifischen lang laufen kann. Den Abend verbringt man in einem der vielen Restaurants am Darling Harbour.
Bondi Beach wird von allen Touristen geliebt, aber warum nicht auch Coogee, oder etwas weiter südlich Cronulla? Ein ausführlicher Spaziergang lohnt sich auch in Cowan Creek im Norden von Sydney, gut mit der Bahn zu erreichen.
Wer etwas länger mit dem Boot fahren möchte, nimmt ein „Rivercat“ bis nach Parramatta. Von dort geht’s dann weiter mit der Bahn bis nach Cabramatta, „Vietnam Town“ mit wunderbaren exotischen Marktständen.
In der Umgebung von Sydney lohnen sich die Blue Mountains. Die „Three Sisters“ sind am Echo Point (dem Aussichtpunkt) bei Katoomba. Dort viele Touristen, aber die wenigsten machen sich die Mühe, ins Tal herunter in den beeindruckende Wald zu laufen, obwohl man problemlos mit der steilsten Bergbahn der Welt wieder nach oben fahren kann. Auch von den anderen Aussichtspunkten in den Blue Mountains gehen sehr schöne, unterschiedlich anstrengende Wanderstrecken ab. Wer Spaß daran hat, kann beim Abseiling mitmachen, man lässt sich an einem Seil bis zu 60 Meter an einer Felsenwand herunter. Ein Stück weiter in die Berge kommt man zu den Jenolan Caves, sehr schöne Tropfsteinhöllen. Meine Empfehlung: vorher anrufen und die längste Tour buchen (wenn man schon mal da ist).
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Nördlich von Sydney nach Brisbane
Hunter Valley im Nordwesten von Sydney lohnt sich, wenn man genügend Zeit hat und einmal schönen australischen Wein direkt vom Winzer kaufen möchte.
Fährt man nördlich an der Küste entlang aus Sydney heraus, kommt man nach Palm Beach und weiter bis nach Pittwater. Häuser auf Hügeln mit tollem Blick aufs Meer. Auf dem Rückweg lässt man bei Church Point das Auto stehen, steigt in eine kleine Fähre und fährt rüber zu einer kleinen Jugendherberge, die mitten im Nationalpark liegt. Einfache Räumlichkeiten, aber super erholsam, kleine Kängurus hoppeln durch den Garten, die Papageien besuchen einen auf der Terrasse, Frühstück mit Blick über den Nationalpark.
Weiter nach Norden geht es auf dem Pazific Highway nach Queensland. Ein Abstecher ins Inland lohnt der Dorringo Nationalpark. Wieder an der Küste entlang geht es hoch bis zur Gold Coast, an vielen schönen Stränden entlang bis nach Brisbane. Dort einen kurzen Abstecher zur östlichsten Stelle von Australien unternehmen und vom Leuchtturm dort einen beeindruckenden Ausblick genießen. Auf jeden Fall einen Aufenthalt in Surfers Paradise einplanen.
In Brisbane einen Spaziergang entlang der South Bank und durch den Roma Street Parkland. Brisbane ist deutlich kleiner als Sydney, hat aber auch wunderschöne Stellen und lohnt sich auf jeden Fall.
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Great Barrier Reef, Cairns
An der östlichen Seite von Australien liegt das Great Barrier Reef, wir haben dieses von Cairns aus besucht. Eine der vielen angebotenen Bootstouren führte uns 3 Tage auf das Reef. So preiswert und effektiv bekommt man selten einen guten Tauchkurs. Wenn man erst einmal die ersten Probleme bewältigt hat, ist die Unterwasserwelt faszinierend, es gibt kaum jemand, der nicht begeistert ist. Allerdings darf man sich nicht von den Profitauchern irritieren lassen, die nur vom Tauchen schwärmen. Besonders am Anfang gibt es Probleme, die keiner so gerne zugibt: „die Seekrankheit, eine vollgelaufenen Maske, eine Nase voller Salzwasser, der schmerzhafte Druck auf den Ohren, die Panikattacken (haben wir Männer natürlich nie) bei etwas Wellengang oder während des Nachttauchgangs, die Atemprobleme mit dem Gerät oder andere Unannehmlichkeiten“. Aber wenn man da durch ist, macht es wirklich irren Spaß. Und man sieht eine beeindruckende Unterwasserwelt. Von Cairns aus kann man weiter nach Norden fahren, bei Freshwater steigt man in die Kurunda Train, fährt an Wasserfällen vorbei bis nach Kurunda, trifft dort alle anderen Touristen dieser Gegend, fährt mit der Seilbahn über den Regenwald wieder runter ins Tal und wird mit dem Bus wieder nach Freshwater zu seinem Fahrzeug gefahren. Dann geht’s weiter zur Krokodilfarm, da kann man genügend Krokodile, Koalas und andere Tiere besichtigen. Abends in Port Douglas übernachten, nächsten Tag weiter bis nach Daintree in den Regenwald. Cape Tribulation habe wir leider nicht gesehen, aber viel gutes gehört.
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Südlich von Sydney bis Adelaide
Verlässt man Sydney Richtung Süden, sollte man einen Abstecher nach Wollongong machen, bei Kiama kann man sich das Blowhole ansehen, bei dem die Wellen das Wasser durch einen Felstunnel pressen und eine Fontäne bis zu 60 Meter hoch nach oben gedrückt, allerdings nicht immer.
Die Strecke bis nach Melbourne hat einige schöne Strände und den hübschen Lake Entrance. Kurz vor Melbourne lohnt sich die Pinguinparade auf Phillip Island, ein riesige Gruppe an Pinguinen landet abends am Strand und watschelt an den Touristen vorbei zu ihren Unterkünften.
Wenn man weiter Richtung Adelaide fährt, soll die Great Ocean Road besonders sehenswert sein, für diese Tour reichte die Zeit allerdings nicht. Fährt man im Inland von Melbourne nach Sydney zurück, kann man in „Kelly“ Town Glenrowan anhalten. Ned Kelly ist so etwas wie ein Robin Hood von Australien, aber bitte nicht zu genau nachfragen, ob er auf der guten oder auf der schlechten Seite stand. Auf jeden Fall hat das sonst nichtssagende Dorf aus der Tatsache, dass die Kelly Bande dort gefasst wurde, eine sehenswerte Touristenattraktion gemacht. Allerdings lohnt sich der Abstecher nur wenn man sowieso dort in der Nähe ist. Ebenfalls auf dieser Strecke liegt Canberra, die Hauptstadt von Australien. Diese Stadt ist eigentlich erst entstanden, als die Entscheidung gefallen ist, das dort die Hauptstadt sein (sozusagen in der Mitte zwischen den Konkurrenten Melbourne und Sydney). Mein Tipp: nicht zu viel Zeit einplanen, im Parlament House eine Führung anhören, kurzen Spaziergang am Fluss entlang und dann wieder weiter. Wenn man aus der Stadt herausfindet, ist uns nicht gleich gelungen.
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Western Australia
Eine Tour führte mich nach Western Australia, die Hauptstadt Perth ist die einzige Stadt der Welt, die mehr als 2720 km von der nächsten Großstadt entfernt ist. In der Mint, der Münzprägerei kann man zusehen, wie ein echter Goldbarren gegossen wird. Die Stadt lebt ein bisschen davon, dass dort durch die Bodenschätze ein großer Reichtum vorhanden ist oder war.
Nach Norden kommt man an der Küste entlang bis zum Shark Bay und Monkey Mia, ein Muss für jeden, der Delfine liebt. Wilde Delfine kommen bis an den Strand herangeschwommen und können von den Touristen gefüttert werden. Ein kleines Stück weiter liegt Coral Bay, dort kann man direkt vom Strand aus in den Korallen tauchen. Manchmal schwimmen auch Shark whales dort entlang, für gutes Geld kann man auf einem Boot auf die Suche gehen. Allerdings enttäuschend, wenn man dann doch „nur“ Delfine, Schildkröten, viele Fische und beim Schnorcheln auch noch Haie sieht.
Weiter nördlich kommt man zum Shell Beach und zum Hamelin Pool, der „Strand“ besteht ausschließlich aus kleinen Herzmuscheln. Dort zu sehen sind die ältesten Lebewesen der Welt, die Stromatolithen. Das sind Kalkausscheidungen von Coli Bakterien Kolonien, die bei ihrem Stoffwechsel Sauerstoff produzieren. Beeindruckend, das so die Atmosphäre mit Sauerstoff angefüllt wurde, die Voraussetzung für die Entstehung von sauerstoffverbrauchenden Lebewesen.
Wenn man weiter nach Norden fährt, kann man sehr viel Nichts sehen, na gut, man sieht Termitenhügel und ausgetrocknete Flussbetten, und endlich Kängurus, allerdings liegen viele „schlafend“ am Straßenrand. Es ist eine sehr trockene Gegend, aber wenn es einmal regnet, werden tatsächlich auch die Straßen überflutet.
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Northern Territory, Darwin und Kakadu
Eine weitere Tour führte uns nach Darwin, wir waren im australischen Winter dort, ich möchte nicht wissen, wie schwül es dort im Sommer ist. Direkt in Darwin muss man die Fischfütterung am Strand sehen, einen halben Meter große Fische fressen einem aus der Hand. Dort haben wir uns einen preiswerten Campingwagen geholt, um durch den Kakadu Park zu fahren. Die Kanutour über den Katherine Gorge River war faszinierend mit Übernachtung am Ufer. Empfehlenswert ist eine Bootsfahrt über das Yellow Water Creek, Natur pur mit Krokodilen, einer Unmenge an Vögeln und endlosem Sumpfland.
Sehr empfehlenswert ist die Animal Track Tour, ausgehend von Corinda. Man fährt mit einem FWD (Four wheel drive) Bus durch den Busch, eine Aborigine zeigt und erklärt, was man so im Busch alles essen kann. Seerosen, Buschkartoffeln, Ameisen und andere Leckereien kann man einmal frisch kosten. Zum Abschluss gab es Büffel- und Krokodilfleisch vom Lagerfeuer. Die ganze Zeit erhielt man auch Informationen über die Aborigines, dieser Nachmittag hat meine Einstellung zu den Ureinwohner verändert.
Sehr preiswert war ein Flug über den Kakadupark, der Sonnenuntergang am Nourlangie Rock war sehr sehenswert. Ein Freund hatte uns noch eine Wanderung durch Litchfield National Park empfohlen, auch dafür reichte die Zeit leider nicht.
Mittelaustralien konnte ich leider nicht sehen, aber alle schwärmen vom Uluru bzw. Ayers Rock, den großen Stein im Outback.
Wer mehr wissen möchte, entweder in unser Australienspecial reinschauen oder einfach per Email melden
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